Recruiting-Kanäle – hier finden sich Unternehmen und Bewerber

Recruiting-Kanäle – hier finden sich Unternehmen und Bewerber

Von Jobbörsen über Karrierewebseiten bis hin zu Social Media und Karrieremessen – die Bandbreite ist umfangreich in Bezug auf die Recruitingkanäle. Für die Personalbeschaffung haben sich im Zuge der Digitalisierung neue Möglichkeiten und Wege ergeben, aber diese bringen zugleich neue Herausforderungen mit sich. Heutzutage führt die Schaltung einer Stellenanzeige auf einem einzigen Kanal nicht mehr zum gewünschten Erfolg, um Bewerbungen für eine offene Stelle zu erhalten.

Bei der Personalgewinnung ist es wichtig, um mehrere Rekrutierungskanäle zu setzen, um Bewerbungen von geeigneten Kandidat*innen zu erhalten.

Recruiting Kanäle – die Definition

In den zwei Jahren, in denen Corona herrschte, hat sich vieles verändert und 2022 steht vor neuen Vorzeichen – auch bei der Rekrutierung von Personal. Ein gutes Beispiel dafuer ist das virtuelle Recruiting. Dies begann in 2020 noch als Improvisation, hat sich aber bereits ein Jahr später etabliert und ist vielerorts zur Routine geworden.

Unternehmen nutzen Recruiting Kanäle, um auf sich aufmerksam zu machen, den Kontakt zu potenziellen Mitarbeiter*innen herzustellen und diese für sich zu gewinnen. Das Ziel, das verfolgt ist, ist das, das die gewählten Recruitingkanäle effizient genutzt werden, um so Bewerbungen geeigneter Bewerber*innen zu erhalten. Generell ist ein Mix aus passivem und aktivem Vorgehen gefragt.

Auf der einen Seite müssen Stellenanzeigen erstellt und auf verschiedenen Kanälen geschaltet werden, um so die Bewerbungseingänge anzuregen. Dabei handelt es sich um das passive Recruiting, denn es wird auf die eingehenden Bewerbungen „gewartet“ und es wird nicht der direkte Kontakt zu den potenziellen Bewerber*innen gesucht. Doch werden die Kandidat*innen aktiv angesprochen und es wird versucht, diese von dem Stellenangebot zu überzeugen, dann handelt es sich um eine aktive Personalbeschaffung.

Welche Recruitingkanäle existieren?

Es muss unterschieden werden zwischen den Online- und den Offline-Kanälen, wobei ein gutes Employer Branding über alle Kanäle notwendig ist. Ist die eigene Marke bekannt, dann wird das Unternehmen zum Arbeitgeber der Wahl, doch ist das Unternehmensimage schlecht, dann werden sich deutlich weniger Kandit*innen bewerben – oder die sich bewerben, die sind zumeist nicht die, die gesucht werden.

Die Online-Kanäle

Jobportale – eines der meistgenutzten Rekrutierungskanäle sind die Jobportale, um Stellenanzeigen zu veröffentlichen. Die Online Jobbörsen verfügen über eine enorme Reichweite und das insbesondere bei einer Mehrfachschaltung von Jobinseraten über mehrere Online-Stellenbörsen.

Dabei ist zu beachten, welches Portal die gesuchte Zielgruppe hauptsächlich benutzt, denn jedes Portal zieht unterschiedliche Personengruppen an. So gibt es einige Jobportale und Karriereseiten, die sich auf ganz bestimmte Berufsgruppen und Branchen spezialisiert haben. Zudem gibt es Jobportale, die es ermöglichen, bundesweit zu suchen, wie beispielsweise die Jobbörse Stellenonline.de mit über 1 Mio tagesaktuellen Jobs.

Karriereplattformen – als Netzwerkseiten sind Xing oder LinkedIn bekannt. Zumeist nutzen Recruiter diese, um einen Pool an interessanten Profilen aufzubauen und dann die geeigneten Kandidat*innen direkt anzusprechen und für die Stelle zu begeistern (Activ Sourcing).

Aber es kann diese Karriereplattform auch passiv genutzt werden. So gerät eine ausgeschriebene Stellenanzeige deutlich schneller in das Blickfeld der vorhandenen Netzwerkkontakte, da die Aktivitäten allen Kontakten direkt angezeigt werden. So kann es zu spontanen Bewerbungen kommen und das hilft vor allem dann, wenn nicht aktiv nach einer neuen Anstellung sucht, aber es für der Kontakt sich vorstellen könnte, die Arbeitsstelle zu wechseln.

Karrierewebseite – egal ob Start-up, KMU oder Konzern – eine Karrierepage ist für jedes Unternehmen Pflicht. Diese Seiten werden von allen Kanditat*innen aller Karrierelevels genutzt, um sich Informationen zu den Unternehmen einzuholen. Wird eine Stelle über ein Jobportal ausgeschrieben, die zu besetzen ist, dann werden sich potenzielle Bewerber*innen über das Unternehmen informieren wollen.

Daher sollte die Karriereseite die aktuellen Stellenangebote enthalten, aber auch generelle Informationen zum Unternehmen sowie Anmerkungen zum Ablauf des Recruiting-Prozesses. Je bekannter ein Unternehmen ist, desto öfter werden über die Karrierepage Bewerbungen eingehen. Wichtig ist nur, dass die Stellenanzeigen attraktiv gestaltet werden.

Die Offline-Kanäle

Dabei handelt es sich um Mitarbeiterempfehlungsprogramme, Job- und Karrieremessen, internes Recruiting, Printmedien und Personalberater*innen. Über diese können Stellenanzeigen geschaltet und Bewerber*innen gefunden werden.

Die Auswahl der passenden Recruiting-Kanäle

Es gibt vielfältige Möglichkeiten, um Stellenausschreibungen zu veröffentlichen. Daher muss jedes Unternehmen für sich selbst festlegen, welche genutzt und bespielt werden sollen. Der Schlüssel zum Erfolg ist eine effiziente und zielgruppenspezifische Kombination von verschiedenen Kanälen.

In dieser Hinsicht gilt es einige Überlegungen anzustreben:

  • Was bietet das Unternehmen an und für welche Werte steht es?
  • Wodurch zeichnet sich das Unternehmen als Arbeitgeber aus?
  • Welche Kanäle passen zum eigenen Leistungsangebot?
  • Über welche Kanäle wird die Zielgruppe angesprochen?

Es gilt eine möglichst hohe Reichweite zu erzielen, wobei zu beachten ist, dass zwei passende Bewerber besser sind als 15 falsche. Zugleich gilt es, die Kosten im Auge zu behalten. Zwar erzeugen viele Kanäle eine hohe Reichweite, aber das kann sich als kostspielig erweisen. Daher muss das Verhältnis zwischen Quantität und Qualität abgewogen werden.

Zudem stellt die Bewertung von Kanälen eine hilfreiche Stütze dar. Hier stellen sich zwei Fragen:

  • Wie viele Bewerbungen sind auf den Kanal zurückzuführen?
  • Wie ist es um das Verhältnis zwischen eingehenden Bewerbungen und tatsächlichen Einstellungen bestellt?

Zu guter Letzt ist es hilfreich, einen Blick auf die Konkurrenz zu werfen. Hier sollte sich das Unternehmen folgende Fragen stellen:

  • Welche Kanäle werden von der Konkurrenz derselben Branche genutzt?
  • Wie ist die Karrierepages des Konkurrenzunternehmens aufgebaut?
  • Was machen andere Unternehmen besser als man selbst?

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